Knallhart

Ein Grossstadtfilm von Detlev Buck

An seinem fünfzehnten Geburtstag wird Michael Polischka mit seiner Mutter Miriam im schicken Berlin-Zehlendorf vor die Tür gesetzt, denn mit ihrem Sex-Appeal hat Miriam für ihren neureichen Liebhaber Dr. Peters auch ihr Wohnrecht verloren. Beide Polischkas müssen sich auf neue Verhältnisse einstellen. Doch während Miriam ganz mit ihren neuen Liebhabern beschäftigt ist, wird für ihren Sohn das Leben zur Hölle.
Denn im rauen Neukölln ist die Gang das Gesetz: Erol und seine Schläger erpressen jeden, der schwächer ist, und wer nicht gleich mitspielt, sieht schon einmal ihren letzten Übergriff auf Handycam. Also besser Geld und Schuhe gleich abgeben!
Doch Polischka wehrt sich. Wer hier nicht mehr Opfer sein will, muss sich die richtigen Partner suchen. Hier laufen die Vorstellungsgespräche an der Hintertür, und die schiefe Bahn ist die Karriereleiter. Zum Glück hat Polischka ein ehrliches Gesicht, und Drogenboss Hamal braucht ehrliche Gesichter. Unter seinem Schutz ist Erol keine Gefahr mehr, und Polischka verdient ganz gut, solange seine Lieferungen ankommen. Zum Problem wird sein neuer Job erst, als es nicht mehr um Geld geht...

"Mal dokumentarisch nah, mal fiktional überzeichnet, mit Ernsthaftigkeit der Figur gegenüber dann wieder augenzwinkernd... Da ist kein Sozialkitsch und keine falsche Nähe... Ein spannungsreicher, überraschender, konsequenter Thriller aus der Vorstadt."
Tages-Anzeiger

"KNALLHART, das klingt nach Mackerkino und signalisiert deutlich Bucks Spurwechsel weg von der behäbigen Lustigkeit. Doch man ist doppelt erstaunt. Erstens über die Schärfe, mit der Buck die Brutalität jugendlicher Gangkultur vor Augen führt. Und zweitens darüber, wie er gerade in diesem rauen Klima zu explosivem Dialogwitz findet... KNALLHART ist packend und hat Drive."
Basler Zeitung

"KNALLHART ist ein verstörender Film, geeignet, die unterschiedlichsten Erwartungen zu enttäuschen. Und damit gehört er zu den besten."
Filmbulletin

"Ein kleiner, böser, ganz und gar aufgeweckter Film über eine böse und hochwache Stadt, noch nicht ganz MEAN STREETS, aber auch längst nicht mehr SOMMER VORM BALKON. Ganz nebenbei gelingt KNALLHART noch die schauspielerische Auferstehung von Jenny Elvers-Elbertzhagen, und genau so beiläufig erfindet sich Detlev Buck, der lang unter seinem Image als Komödienregisseur gelitten hat, noch einmal neu. KNALLHART zeigt, dass man die neue gesamtdeutsche Wirklichkeit nur an einem Ort wirklich erwischen kann - in Berlin."
FAZ

"Detlev Bucks neuer Film ist voll von solchen Momenten, wo sich durch das Erscheinen des Allerunerwartetsten fast so was wie Poesie einstellt... KNALLHART ist die strahlende Wiederkehr Bucks aus sechsjähriger Zwangspause.
Sein Hauptdarsteller ist die grösste jugendliche Neuentdeckung seit Robert Stadlober oder Julia Hummer. Und als Polischkas Mutter, mit deren Vertreibung aus dem Bett ihres reichen Geliebten das Elend erst anfängt, überrascht Jenny Elvers-Elbertzhagen. Ausgerechnet die Mutter aller Luder stellt eine verletzlich-naive Glücksucherin dar. Neukölln ist ein Wunderland."
Berliner Morgenpost

"Detlev Buck hat sich was getraut. Er ist aufs Ganze gegangen. Er spingt. Und trifft ins Schwarze... Mit anderen Worten: KNALLHART ist stark. Der stärkste Buck seit überhaupt."
Der Tagesspiegel

"Ein Knaller!"
Zitty

Knallhart

von Detlev Buck
mit David Kross, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Erhan Emre, Oktay Özdemir

DE 2006, 98 Min.
Startdatum: 30.03.2006