Bamako
Farbenfrohes Porträt einer afrikanischen Stadt im Zeitalter der Globalisierung
Regisseur Abderrahmane Sissako lädt uns ein in Malis farbenfrohe Hauptstadt Bamako, wo er im Hof des Hauses seines verstorbenen Vaters eine Gerichtsverhandlung in Szene setzt. In jenem Hof, in dem er selber seine Jugend verbracht hat. Doch keine Sorge, das ist alles andere als trockene Faktenbeigerei: Spannungsbeladen präsentiert sich die Verhandlung gegen die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds. Munter läuft währendessen das Leben im Hof weiter. Luzid sind die Auseinandersetzungen und Äusserungen, real existierende sowie erfundene Figuren spielen miteinander, um von dem zu reden, was ist. Gekonnt macht Sissako die Widerwärtigkeit der nördliche Arroganz sichtbar und appelliert mit seinem starken Film an ein neues Bewusstsein.
"Was kann man als afrikanischer Filme-macher heute sagen, was kann man zeigen, was machen? Der Mauretanier Ab-derrahmane Sissako, der seine Jugend in Mali verbracht hat, führt uns in einem Wagemut, den nur die Verzweiflung und die Wut erlauben, auf eine alte Form des Hollywoodkinos zurück und dreht einen Film in Form eines Proszesses."
Le Monde
