León y Olvido
Frech, leicht und ironisch - ein Film über das Down-Syndrom - fernab von jedem Klischee
León und Olvido sind Zwillinge. Olvido muss die Schule abbrechen und verschiedene Jobs annehmen, um León und sich selbst zu ernähren. Denn León leidet am Down-Syndrom und wohnt mit Olvido in dem grossen Haus, das sie von den Eltern geerbt haben. Die junge Olvido steckt in einer verzwickten Situation: Sie liebt ihren Bruder über alles, will aber nicht, dass er von ihr abhängig ist. Olvido möchte ihr Leben leben. Als sie sich in Damian verliebt, beginnen sich Geschwisterliebe und Bruderhass zu vermischen...
Xavier Bermúdez gelingt es, aus einem nicht alltäglichen Thema einen rundum überzeugenden Film zu drehen: Frech, leicht und ironisch, fernab von jedem Klischee.
Auszeichnungen:
- Beste Darstellerin, Beste Regie: Filmfestival Karlovy Vary (2004)
- Spezialpreis der Jury: Festival des Spanischen Films Malaga (2004)
- Publikumspreis: Filmfestival Athen (2004)
Xavier Bermúdez über seinen Film:
"LEON & OLVIDO handelt von Menschen. Von solchen, die am Down-Syndrom leiden und solchen, die davon nicht betroffen sind. Der Film handelt nicht von der Krankheit an sich, sondern zeigt die Beziehungen zwischen diesen Menschen: ohne Beschönigung, ohne Umschweife. Aber nicht ohne einen Akzent zu setzen. Zentral ist der Konflikt gegensätzlicher Gefühle bei Bruder und Schwester. Ein Konflikt zwischen ihnen und der Welt, in der sie leben, zwischen Sehnsucht und Realität."
"Guillem war unser rettender Engel. Die anderen Kanditaten für die Rolle des León hatten mich nicht überzeugt. Die Erfahrung mit Guillem, der sich als geborenes Schauspieltalent erwies, war aussergewöhnlich und unvergesslich."
Xavier Bermúdez

