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Accordion Tribe

Schweizer Filmpreis 05: Bester Dokumentarfilm

Fünf höchst eigenwillige Musiker aus verschiedenen Ländern formieren sich zum ACCORDION TRIBE und vollbringen das Kunststück, ihr lange Zeit verschmähtes Instrument wieder in jenes Kraftwerk der Gefühle zu verwandeln, als das es einst in aller Welt Verbreitung fand. Der Film folgt diesen erregenden Klanglandschaften von trancehafter Intensität und deren charismatischen Schöpfern auf ihrer Reise durch ein Europa, dessen reiches musikalisches Erbe für die Bodenhaftung bei den gewagten Höhenflügen im Stamm der virtuosen Handorgler sorgt. Spurensuche und Neuschöpfung, Tradition und unbedingte Zeitgenossenschaft, Fragment und Gleichzeitigkeit: verkörpert in einem spannenden und emotional mitreissenden musikalischen Projekt über die transformierende Kraft von Musik.

"Otto Lechners Kompositionen sprühen vor Einfallsreichtum und hintergründigem Witz. (Seine ,,Wintersonnenwende wirkt selbst im Quartett ausgesprochen meditativ, das Netzwerk fliesst wie klassischer Minimalismus, der sich an einem sperrigen Wehr verwirbelt.) Dazu nutzt Lechner seine Stimme wie ein Blasinstrument. In Soli pendelt der blinde Künstler zwischen jazzigen blue notes zur Blues Begleitung und ironischen Karikaturen Wiener Heurigen-Seligkeit, verbindet charmanten ,,Schmäh, abgehackte Phrasen und Prater-Stimmungen."
Norbert Krampf, FAZ

"You've probably heard jazz piano - but jazz piano accordion? Now you're kidding me! Otto Lechner is an Austrian virtuoso who makes both his instrument and our hearts soar. His music and indeed the man himself, are warm, witty an sexy. Yes, an accordion can be sexy, I assure you."
Kate Herbert, The Melbourne Times

"Otto Lechner ist einer der umtriebigsten Musiker und Komponisten der Stadt.
Seinen Kompositionen ist eigen, dass sie Themen nur etablieren, um sie gleich darauf und unmissverständlich wieder zu brechen. Elemente aus allen Stilrichtungen, die das Akkordeon kennt oder vorher nicht gekannt hat, türmen sich in seinen Liedern übereinander und stürzen wieder ein. Ob Lechner eine Art tibetanischen Obertongesang in der Manier von Keith Jarrett auf die Zieh-Töne legt, ob er das Akkordeon als Schlaginstrument einsetzt oder es auch nur auf den Boden legt und an ihm herumzieht und -drückt und -wippt, ob er Pink Floyd, Duke Ellington oder Dave Brubeck zitiert, ob seine Hand im französischen Musette-Stil über die Tasten fliegt, so tut er das jeweils, um orchestrale Dialoge zu erfinden:
ganzkörperlich persönlich. In den einfachsten Fällen unterhalten sich die Bässe mit den Tasten, die hohen mit den tiefen Tönen. Und bloss in Kenntnis seiner multiplen Soli versteht man, warum Theaterleute sich um ihn reissen."
Roland Koberg, Falter

Verleiher

Regie:Stefan Schwietert
Darsteller:Guy Klucevsek, Lars Hollmer, Maria Kalaniemi, Bratko Bibic, Otto Lechner
Land:CH, AT
Jahr:2004
Dauer:87 Minuten
Sprache:Ov/d
Filmgattung:Dokumentarfilm
Altersfreigabe:16 J
Kinostart:28.10.2004

DVD http://www.looknow.ch