Alpsegen
Wo sich Natur und Zivilisation berühren
Abenddämmerung, Alpsommerzeit. Durch einen Milchtrichter rufen die Sennen, selten eine Sennin, den Alpsegen oder «Bättruef». Jeden Tag, bei jedem Wetter. Sie bitten Gott und die Heiligen, Unheil von der Alp abzuwenden - möglichst laut, denn so weit man ihre Stimme hört, soll auch der Schutzbann wirken. Den Naturgewalten in der nächtlichen Bergwelt ausgeliefert, erfahren die Älpler ihre eigene Existenz als Teil eines grösseren Ganzen. Den Alpsegen rufen sie aus tiefer innerer Überzeugung.
Der mehrfach ausgezeichnete Regisseur Bruno Moll hat sich mit Filmen wie «Zu Fuss nach Santiago de Compostela», «Gente di Mare» oder «Brain Concert» einen Namen gemacht. In «Alpsegen» gibt er Einblicke in den Alltag von vier Älplern und einer Älplerin in der Zentralschweiz, die die Jahrhunderte alte Tradition des «Bättruef» praktizieren. Er beleuchtet ihre Spiritualität und mystischen Vorstellungen in einer modernen Welt, lotet ihr Selbstverständnis aus. «Alpsegen» ist auch eine Begegnung mit ganz unterschiedlichen Älplern, deren Offenheit, Leidenschaft und Schalk den Film auf wunderbare Art bereichern. Ein eindringliches Werk, ein facettenreicher Blick auf eine Welt, in der sich Mensch und Tier, Natur und Zivilisation berühren.
"In 'Alpsegen' geht er es nicht um Klischees und die Postkartenschweiz, sondern um Themen wie Liebe, Glaube und die Beziehung des Menschen zur Natur. Bruno Moll erzählt in eindrücklichen und sehr stimmigen Bildern." Schweizer Radio DRS
"Bruno Moll geht den Spuren des traditionellen Betrufes bei Innerschweizer Bergbauern nach - und findet dabei ein erstaunliches spirituelles Selbstverständnis." Neue Luzerner Zeitung
"Ein Film, bei dem einem warm ums Herz wird." Basler Zeitung




