Rusalka - Mermaid
Ein modernes russisches Märchen
Es war einmal... so liessen sie sich am besten erzählen, die unglaublichen Abenteuer der "Meerjungfrau" Alisa in der russischen Metropole Moskau. Alisa also lebte einst in der Nähe des Meeres, und ihr Leben verlief eigentlich ganz gewöhnlich: sie träumte davon, später einmal in einem Ballett zu tanzen, sang in einem Kinderchor und ging auf eine Sonderschule - mit sechs Jahren hatte sie nämlich aufgehört zu sprechen. All das wäre nicht weiter erwähnenswert, hätte Alisa nicht eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie konnte Wünsche in Erfüllung gehen lassen.
Mit 18 verlässt sie ihre Heimatstadt am Meer und zieht nach Moskau. Dort nimmt das Schicksal sie an die Hand: Sie begegnet ihm - einem Mann, dem der Wunsch, gerettet und beschützt zu werden, gewissermassen von den Augen abzulesen ist. Also nimmt Alisa sich dieses Mannes an, und das verändert ihr Leben.
Der Film der aus Aserbaidschan stammenden Regisseurin Anna Melikian ist ein modernes Märchen, in dem sich alte Mythen und jugendliche Imagination zu einer surrealen Grossstadtromanze verbinden. Und ebenso "traumhaft" wie deren Handlung ist der visuelle Stil, in dem Anna Melikian von den Abenteuern ihrer ins Binnenland gespülten "Meerjungfrau" erzählt. 'Rusalka' hat auch einen in Russland sehr populären Stoff zur Grundlage - und zwar die gleichnamige und erfolgreichste Oper von Antonín Dvorák.
Festivals & Preise:
Berlinale 2008, Sektion Panorama, Preis Fipresci für Anna Melikyan
Sundance Film Festival 2008, Preise "Beste Regie" und Nominierung für den grossen Jurypreis
Sofia Film Festival 2008



