Immer nie am Meer
Abgefahrenes, bitterböses Roadmovie aus Österreich
Nachts auf einer abgelegenen Waldstraße. Auf der Rückfahrt von einer privaten Familienfeier lesen der phlegmatische Geschichtsprofessor Baisch (Dirk Stermann) und sein tablettensüchtiger Schwager Anzengruber (Christoph Grissemann) den manischen Kleinkünstler Schwanenmeister (Heinz Strunk) auf, dessen Auto im Straßengraben hängen geblieben ist. Als sie wenig später derselben Joggerin ausweichen müssen, die schon zuvor Schwanenmeister zum Verhängnis wurde, kommt ihr Wagen von der Straße ab. Eingeklemmt zwischen zwei Bäumen bleiben sie stecken. Türen und Fenster des Autos, das aus dem Fundus des vor kurzem verstorbenen österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim stammt, lassen sich nicht öffnen. Die Scheiben sind aus Panzerglas und können nicht eingeschlagen werden. Das Schiebedach ist defekt. Bleibt nur Hoffen auf Hilfe.
Tagelanges apathisches Warten. Der einzige Proviant besteht aus einer Schüssel Heringsalat und einigen Flaschen Prosecco, die von der Party übergeblieben sind. Angst, Wut und Hysterie wechseln einander ab. Überdrehte Heiterkeit, verzweifelte Weinkrämpfe, absurde Gespräche, intime Momente. Das Auto wird zum Gefängnis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Zumindest nicht aus eigener Kraft. Ob jemals Rettung kommt?
"Absurde Unterhaltung auf höchstem Niveau"
kinoheute.at
"Christoph Grissemann, Dirk Stermann und Heinz Strunk glänzen mit vollendetem Anti-Schauspiel. Eine sehr amüsante, oft auch bittere Groteske"
critic.de

