Ex Voto
von Erich Langjahr - Wiederaufführung. Am Donnerstag, 13.12. in Anwesenheit von Erich Langjahr.
An der Vorstellung von Ex Voto am Donnerstag, 13. Dezember, 18 h ist Erich Langjahr anwesend.
»Der Anfang liegt beim Film 'Morgarten findet statt'. Im Verstehen-wollen der komplexen Kulturverhältnisse der Innerschweiz wollte ich mittels des Films weiter ergründen, wer ich bin und welche Einflüsse mich geprägt haben. In der Fortsetzung der Betrachtung meiner Heimat, hatte ich das Bedürfnis, dem Elementaren des Lebens und Überlebens näher zu kommen. So bin ich mit der Kamera durch mein Land gezogen und habe all das aufgenommen, was mir begegnet ist. Während der Arbeit wurde mir klar, dass der Film eine Selbstbesinnung auf meine eigenen geistig-seelischen Bedürfnisse ist. Ich habe versucht, eine Antwort zu finden, mir bewusst zu werden, was meine elementaren Empfindungen sind, von denen ich glaube, dass es bei meinen Mitmenschen gar nicht andere sind. Es ist der Versuch zu fassen, was es bedeutet eine Heimat zu haben. Mit allen Widersprüchen. Heute und hier.«
Erich Langjahr, 1986
Dieser Film wird im Rahmen des Zyklus 'Mani Planzer' gezeigt. Weitere Filme von Erich Langjahr:
- Morgarten findet statt, Sonntag 25.11. und 2./9.12., 10.30 h
- Das Erbe der Bergler, zurzeit im Programm
- Ex Voto, Sonntag 23.12. und 6.1., 10.30 h (Hommage à Mani Planzer)
- Männer im Ring, Sonntag 16./23.12., 13.00 h (Hommage à Mani Planzer)
- Bauernkrieg, Sonntag 30.12./6.1., 13.00 h (Hommage à Mani Planzer)
- Sennen-Ballade, Sonntag 16./30.12., 10.45 h (Hommage à Mani Planzer)
Festivals & Preise
Spezialpreis der Int. Jury, Dokwoche Leipzig 1987
Mention spéciale, Cinéma du réel, Paris, 1987
"Der Schweizer Film 'Ex Voto', ein Filmgedicht in lyrischen Bildern über die Innerschweiz, das meisterlich eine Identitätssuche unternimmt, ein Wechsel von Annäherung und Entfernung an das Wort Heimat."
Sächsisches Tagblatt
"Das liebevolle Erfassen einer Landschaft und deren allmählicher Zerstörung, das Leben und Sterben von Bauern eines Innerschweizer Dorfes, archaische Frömmigkeit, bäuerliche Lebensbewältigung. Europas Mitte erscheint wie das Innere eines vergessenen Erdteils."
Süddeutsche Zeitung



